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Kindergarten
Der Erste in Halle

Friedrich Wilhelm August Fröbel 21.04.1782 - 21.06.1852

Im Jahre 1840 gründete der Thüringer Friedrich Wilhelm August Fröbel den ersten Kindergarten in Bad Blankenburg. Wie Pflanzen in einem Garten, so sollten auch die Kinder heranwachsen. Aus diesem Grund nannte Fröbel seit 1840 seine Einrichtungen Kindergarten.

Fröbel besuchte 1804 die Franckeschen Stiftungen in Halle. Seine Ansichten und Ideen zur Kinderbetreuung und Erziehung wurden auch in Halle damals begeisternd aufgenommen.

Er unternahm Reisen um seine Ideen zu verbreiten, so kam er 1846 auf Einladung von Pfarrer Hildenburg abermals nach Halle. Der Pfarrer wohnte in Quetz. Hier sollte der erste Kindergarten vor den Toren Halles entstehen.

Halle stand zu jener Zeit unter preussischer Verwaltung.

Am 7. August 1851 wurden Kindergärten in Halle verboten. Sie galten religiös und sozialpolitisch als gemeingefährlich.. Diese Ansicht änderte sich erst im Jahre 1860 mit dem Aufheben des Verbotes.

Im April 1863 stellte die geprüfte Lehrerin Marie Wollmann einen Antrag mit der Bitte um Genehmigung zur Einrichtung eines Kindergartens. Die Mitglieder der Schulkommision stimmten für die Genehmigung. Marie Wollmann konnte ihren ersten Kindergarten in Halle nach Fröbels Vorbild am 1. Mai 1863 ( Martinsberg 5) eröffnen.

Es gehörten viel Begeisterung für den Erziehungsgedanken Fröbels dazu, viel Mut und Opfersinn in Halle zur damaligen Zeit einen Kindergarten zu gründen. Die 34 jährige M.Wollmann besass sie. Sie wollte zeigen, wie notwendig das Spiel für die Entwicklung der Kinder sei, das Spiel von dem Fröbel in seiner “Menschenentwicklung” geschrieben hatte:

“Spielen, Spiel ist die höchste Stufe der Kindesentwicklung, der Menschenentwicklung dieser Zeit. Die Quellen alles Guten ruhen in ihm. Das Spiel ist nicht Spielerei! Es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung.”

Die Öffnungszeit des ersten halleschen Kindergartens war von 9 bis 12 Uhr. Marie Wollmann bekam einen Thaler Honorar pro Tag.