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Hallo Astrofreunde,
hier möchte ich erstmals meine Astrofotos vorstellen, welche in den letzten Wochen und Monaten entstanden sind.
Dazu einige Hinweise zur Entstehung dieser Bilder
Die Sonnenflecken sowie Granulation der Sonnenoberfläche wurden mit folgendem Teleskop fotografiert.
Montierung und Stativ sind von der Firma MEADE mit der Bezeichnung LXD 75. Der Tubus, ein Maksutov 200/2400 mm, wird von
der Firma Bosma vertrieben.
Zur Abdunklung der Helligkeit der Sonne wurde Sonnenfilterfolie der Firma Baader Planetarium verwendet. Fotografiert
wurde mittels der Okularprojektion.
Mit dem Okular wurde über einen Adapter eine Kompaktdigitalkamera Kodak Z 650 verbunden. Das 2" Okular hat eine Brennweite von 40mm.
Somit wurde also mit einer 60 fachen Vergrößerung gearbeitet.
Die Witterungsbedingungen waren an diesen Tagen gut bis sehr gut. Es herrschte Sonnenschein, klare Luftbedingungen und
blauer Himmel. Fotografiert wurde meistens in den späten Vormittagstunden.
Problematisch ist die Fokusierung über das Display der Kamera, besser geht die Einstellung über den Sucher. Dabei muß
viel ausprobiert werden. Eine Abdeckung des Kopfes und der Kamera macht sich gut.
Die Anzahl der gemachten Fotos pro Sitzung geht über die 150. Übrig bleibt davon meistens, wenn überhaupt nur eine Hand
voll Bilder. Aber man freut sich auch über kleine Erfolge, denn Übung macht den Meister. Ich selbst bin erst Anfänger und muß noch einiges dazu lernen.
Die Einstellungen der Kamera werden mit der Hand vorgenommen über die Entsprechenden Funktionen. Allerdings sind auch
über die Automatik der Kamera schon Aufnahmen gelungen, aber eher selten. Ausprobieren muß man dabei vieles.
Hinweise zu den H-Alpha Aufnahmen.
Montierung und Stativ wie oben. Als Teleskoptubus wurde ein Frauenhofer Achromat "Sky Watcher" 80/400 mm
verwendet. Dieses kleine und handliche Teleskop eignet sich für den Anfang recht gut zur Sonnenbeobachtung und auch für die Fotografie.
Als H-Alpha Fiter wurde von der Firma Coronado ein Solarmax 40 mit einem 10 mm Blockfilter benutzt. Das Frontelement
Etalon und der Tmax Tuner werden zusammen über einen Adapter an der Taukappe des Tubus befestigt. Der Blockfilter sitzt im Zenitprisma und die 10 mm Ausführung kann bis zu einer Brennweite von 1000 mm
eingesetzt werden.
Das 2" Okular mit einer Brennweite von 40 mm wurde verbunden mit einer 2 fach Barlow Linse 1,25 ". Die 20
fache Vergrößerung ist nicht umwerfend, aber mit Hilfe der Kamera kann doch einiges geleistet werden.
Die Bedingungen waren die gleichen wie oben. Auch die Fokusierung ein großes Problem. Die Strukturen der
Sonnenoberfläche sind über die Kamera kaum zu sehen, alles eine Sache des Gefühles. Die einzelnen Helligkeitsstufen müssen alle durchprobiert werden. Protuberanzen wurden überbelichtet, ansonsten sind
sie im Display nicht zu sehen. Eine knifflige Angelegenheit ist das schon, aber es macht auch Spaß und das ist das wichtigste dabei.
Zur Bildbearbeitung
Einige Rohbilder sollten schon eine gewisse Qualität haben. Auch ein Bilbearbeitungsprogramm wie Adobe Photoshop braucht
eine Grundsubstanz, um etwas daraus zu machen. Der Einsatz der einzelnen
Filter erfordert viel Sorgfalt und Fingerspitzengefühl.
Wer noch Fragen hat oder etwas dazu sagen möchte, kann sich mit mir oder unseren Astroverein in Kanena gern in
Verbindung setzen.
Helge Eschert
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