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Am östlichen Ortsausgang von Kanena überquert die Straße den kleinen Bach Reide in Richtung Klein Kugel. Dieser Bach hat seine Quellen in der Nähe von Zöberitz und Peißen. Er fließt
durch Reideburg, Büschdorf, Kanena, Bruckdorf, Dieskau und mündet beim Stadtteil Osendorf in die Weiße Elster. Das Bett ist ein alter Lauf der Saale aus der ersten Zwischeneiszeit. Sie floß allerdings
damals von Süden nach Norden. Aus dieser Zeit stammen die reichen Lager von “Saalekiesen”. Ihr Ufergelände war früher sehr sumpfig. Schon der Name Reide ( früher Riede) erinnert an Sumpf und
Feuchtigkeit ( Ried - Sumpfgelände). Bei Kanena nimmt die Reide ihren wichtigsten Zufluß auf, die Kabelske.
Noch im Oktober 1813 hatte Blücher die Absicht, Napoleons Angriff hier hinter den Reidesümpfen von Döllnitz bis Reideburg zu erwarten.
Mehrfache Tieferlegungen und die große Regulierung von 1926/27 erreichten, daß die Wiesen immer trockner und mehr und mehr Ackerflächen entstanden. In früheren Jahren wurden durch
die Reide eine ganze Reihe von Fischteichen mit Wasser gespeist. Der Chronist Dreyhaupt nennt 1755 davon acht. Der nördliche hieß der Bischofsteich, der ungefähr in der Mitte zwischen Kanena und
Bruckdorf begann und bis an die B6 reichte, im Osten an Zwintschöna. Er lag also dort wo sich heute die Bruckdorfer Schrebergärten befinden. Seinen Namen erhielt er vom Erzbischof Friedrich, der ihn 1464
anlegen ließ.
Südlich der Bundesstraße 6 war der “Grund” mit mehreren Teichen gefüllt. Von diesen Teichen ist nur noch ein geringer Rest im Dieskauer Park erhalten geblieben. Seit
einigen Jahren gibt es in der Reide wieder Forellen, die Wasserqualität hat sich seit der Wende stark verbessert.
Interessant ist auch eine Wanderung entlang der Reide. Der vor einigen Jahren angelegte Reide-Rad-Wanderweg bietet dem Naturfreund abwechslungsreiche Landschaften.
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